Taunerhaus

, Vinelz BE

Das um 1850 erbaute Taunerhaus liegt an der Dorfstrasse von Vinelz und bildet mit den Nachbarhäusern und der mittelalterlichen Kirche ein wunderbar in sich geschlossenes Ortsbild. Seit Jahren unbewohnt, befindet sich das Kleinbauernhaus in einem sehr verwahrlosten Zustand.

Projektstatus

553000
vonCHF
775000
finanziert
11
Unterstützer
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beschreibung & geschichte

Der älteste Teil des Taunerhauses wurde um 1850 erstellt. Von dieser Zeit zeugt der historische Wasserausguss. In späteren Bauphasen wurde das Haus erweitert und fand etwa um 1940 seine heutige Form. Im Erdgeschoss findet man die mit einem Kachelofen ausgestattete Stube und das daran angrenzende Stübli. Der Korridor erschliesst die Küche, die ursprünglich einen direkten Zugang zum Tenn (dem befestigten Fussboden der Scheune) hatte.

Im Obergeschoss befindet sich eine zweite Stube-Stübli-Kombination, was auf eine Zweifamilien- oder Zweigenerationennutzung schliessen lässt. Die zweite russgeschwärzte Küche im Obergeschoss stützt diese Vermutung. Das Taunerhaus steht seit mehreren Jahren leer und wurde im Dezember 2015 der Stiftung Ferien im Baudenkmal geschenkt.

Geplant ist, das ehemalige Kleinbauernhaus nach äusserst zurückhaltenden Restaurierung, bei der die Wahrung der historischen Bausubstanz priorisiert wird, als Ferienhaus zu vermieten.

baukulturelle besonderheiten

Das Taunerhaus ist ein regionaltypisches Kleinbauernhaus, wie es im Kanton Bern häufig anzutreffen ist. Der Name Taunerhaus leitet sich von den ehemaligen Bewohnern ab: Tauner wurden in der Schweiz Kleinbauern genannt, die zu wenig Land besassen, um ihre Familien durchzubringen und sich deshalb bei Grossbauern als Tagelöhner verdingen mussten.

Gemeinsam mit seinen Nachbarhäusern bildet das Taunerhaus rund um die mittelalterliche Kirche ein in sich wunderbar geschlossenes, im ISOS-Inventar von nationaler Bedeutung bewertetes Ortsbild. Der einfache Riegelbau zeigt viele Details aus seiner Entstehungszeit.

So ziert zum Beispiel, exemplarisch für das Bernbiet, eine gut erhaltene Ründi (Runder Bogen unter dem Vordach) die Strassenfront. An derselben Fassade lassen sich auch noch die originalen, stichbogenförmigen Fensterstürze erkennen.

zeitplan & Finanzierung

Termine

2016
Überschreibung der Schenkung, Bestandsaufnahme und -dokumentation

2017
März – Einreichung Baueingabe

2018
Planungsunterbrechnung

2019
Sommer – Ausschreibung, Vergabe
Herbst – Beginn Renovation

2020
Frühling – Beginn Vermietung

Finanzierung


Eine erste grobe Kostenschätzung geht von rund CHF 795‘000 für die Restaurierung des Taunerhauses aus. Die Finanzierung des Betriebs der Ferienwohnung wird über die Mieteinnahmen erfolgen, welche die Kosten für Unterhalt, Reparaturen, Administration, usw. decken.




Dank dem Modell Ferien im Baudenkmal können die historischen Häuser langfristig erhalten bleiben. Für die Restaurierung der Baudenkmäler sind wir auf Spenden und Beiträge angewiesen. Helfen Sie mit, die Baukultur Berns erlebbar zu machen.

lage

Dorfstrasse 12, 3234 Vinelz

Lage

Vinelz liegt im Grossen Moos, einem besonders fruchtbaren Gebiet mit fast schwarzen Böden im Berner Seeland. Der Dorfkern ist auf einer Anhöhe, die eine wunderbare Sicht auf den Bielersee frei gibt. Der Ort wird im ISOS (Inventar der nationalen Ortsbilder der Schweiz) mit von nationaler Bedeutung bewertet.

Geschichte

Die Gemeinde liegt quasi auf dem „Röstigraben“, daher hat der Name des Ortes auch öfters gewechselt. Sprach man um 1100 noch von Fenis, wurde 1228 Vinelis daraus, was wiederum später zu Finilis wurde. Heute ist der offizielle Gemeindename zu deutsch Vinelz und in französisch Fenis. Das Gemeindegebiet war schon seit frühester Zeit besiedelt. Die Funde am Seeufer gehen zurück bis ins Jahr 4000 vor Christus und Vinelz galt lange Zeit als Zentrum im überschwemmten Seeland.



Der Stammvater der Grafen von Neuenburg und Nidau, Ulrich der Erste, residierte auf der Hasenburg südlich des Dorfes und hatte zwei Söhne: Kuno, Bischof von Lausanne und Gründer des Klosters St. Johannsen, und Burkhart, Bischof von Basel und Erbauer des Schlosses Erlach. Von der Hasenburg sind heute kaum mehr Überreste zu finden. Dagegen sind die Grabhügel heute noch ersichtlich.

dank

Wir danken allen, die uns dabei helfen, Baukultur für die kommenden Generationen zu erhalten und die Geschichten historischer Häuser erlebbar zu machen. Jeder noch so kleine Baustein hilft, ein Bauwerk zu erhalten:

– Kantonale Denkmalpflege Kanton Bern
– Bundesamt für Kultur
– Schaffhauser Heimatschutz
– Ernst Göhner Stiftung
– Sophie und Karl Binding Stiftung
– Hölzle Stiftung
– Jubiläumsstiftung der Schweizerischen Mobiliar Genossenschaft 
– Hans Imhof Stiftung
– Markus Oettli Stiftung

Ebenfalls möchten wir uns herzlichst bei den Privatpersonen und Institutionen, die nicht genannt werden wollen, für ihre Unterstützung bedanken. Unser grosser Dank gilt auch dem Ehepaar Favre, die uns das Taunerhaus überlassen haben.

Baudenkmäler in Arbeit

CHF

100

CHF 50.- Ermässigung auf 1. Buchung

CHF

1000

20% Ermässigung auf 1. Buchung

CHF

2000

Ein Wochenende gratis

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