Nüw Hus

, Safien GR

Das Nüw Hus, ein traditionelles Walserhaus aus dem 18. Jahrhundert, liegt im Weiler Innercamana im Safiental, umgeben von saftigen Weiden und schneebedeckten Bergen.

Verfügbarkeit

Ab (pro Woche)
1244.-
10 Personen
5 Schlafzimmer
Privatparkplatz auf Grundstück/Hofanlage
erlaubt
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Beschreibung & Geschichte

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  1. Das Nüw Hus während den Restaurierungsarbeiten

Das Nüw Hus, ein traditionelles Walserhaus von 1787, liegt im Weiler Innercamana inmitten von sanft geneigten Wiesen, hoch oben am Hang mit prächtigem Blick auf die Bergwelt. Weil das Haus als letztes im Weiler erbaut wurde, erhielt es den Namen Nüw Hus. Mit Ausnahme von ein paar wenigen neuen Stallbauten ist die Häusergruppe seither unverändert geblieben. 1911 zogen die letzten Bewohner des Nüw Hus aus. Seit mehr als 100 Jahren unbewohnt, ist es deshalb von baulichen Eingriffen verschont geblieben.

In seiner Ursprünglichkeit stellt das Nüw Hus ein einmaliges Baudenkmal dar: Wandtäferung, Böden, Decken, Türbeschläge und der grosse gemauerte Steinofen in der Stube sind im Original erhalten. Sanft renoviert und mit einer neuen Küche und Sanitäreinrichtungen versehen, lässt sich im Haus etwas von der Welt der Bergbauern nachempfinden.

Die gemeinnützige Stiftung Walserhaus Safiental hat das seit 1911 unbewohnte und in seiner Authentizität einmalige Walserhaus entsprechend ihrem Stiftungszweck im Jahr 2007 denkmalgerecht renoviert und durch die Vermietung als Ferienhaus, in Zusammenarbeit mit der Stiftung Ferien im Baudenkmal, sowie mit diverser kultureller Veranstaltungen wiederbelebt.

Das Nüw Hus befindet sich in Besitz der Stiftung Walserhaus Safiental und wird über die Stiftung Ferien im Baudenkmal vermietet.

Baukulturelle Besonderheiten & Restaurierung

Beim Nüw Hus handelt es sich um einen traditionellen, 1787 errichteten Strickbau aus Holz mit Grundmauern aus Bruchstein. Die Küche verfügt über einen originalen, grossen Rauchfang sowie eine historische, heute noch funktionstüchtige Kochstelle. Die Stube ist reich ausgestattet mit einem alten Steinofen mit grosser Specksteinplatte und einer Holzumfassung, der originalen Wandtäferung, einer barocken Holzdecke mit profilierten Stäben und einem eingebauten Stubenbuffet. Alle Türen besitzen heute noch Schlösser und Beschläge aus der Erbauerzeit.

Weitere Besonderheiten sind das historische Holzgehäuse der Pendeluhr in der Stube sowie eine schmale zweite Treppe, die von der Stube aus durch einen versteckten Schrank direkt in die darüberliegende Schlafkammer führt. Diese wurde vermutlich eingebaut, damit die früheren Bewohner im Winter nicht durch das unbeheizte Treppenhaus, sondern im Warmen in ihre Schlafzimmer gelangen konnten.

Bis zur Renovation im Jahr 2007 verfügte das Nüw Hus weder über Wasser noch Strom. Der massive Sockelbau wurde damals erneuert und mit zusätzlichen Öffnungen versehen. Auch das Dach wurde abgedichtet. Neu eingebaut wurden eine moderne, komfortable Küche mit Bodenheizung sowie zwei schlichte Bäder im Erdgeschoss. Eine weitere Toilette im Obergeschoss wurde in einem neuen Anbau platziert. Trotz des Einbaus der zeitgenössischen Elemente konnte die ursprüngliche Bausubstanz des Wohnhauses weitgehend erhalten bleiben.

Informationen zum Ferienhaus

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  1. Grundriss Erdgeschoss
  2. Grundriss Obergeschoss

Die Ausstattung des Nüw Hus, das Platz für 10 Personen bietet, ist eine Mischung aus alt und neu. In der Küche kann man heute noch mit dem historische Kochherd über dem Feuer kochen. Es wurde aber auch eine vollständig neue Küchenzelle mit elektrischem Herd und Geschirrspülmaschine eingebaut.

Die Möbel, wie beispielsweise die historischen Truhen, sind teilweise antike Stücke aus dem Safiental. Die Betten sowie der Tisch und die zwei Sitzbänke in der Küche wurden von einem einheimischen Schreiner exklusiv für das Nüw Hus gefertigt. Eine Besonderheit im Nüw Hus ist der Ofen mit der grossen Specksteinplatte in der Stube.

Das Nüw Hus ist ein historisches Haus, ein Baudenkmal. Obwohl im Übrigen technisch zeitgemäss ausgestattet, möchten wir Sie darauf hinweisen, dass gewisse funktionelle Details wie Fenster- und Türöffner, Treppenhandläufe und Stufenhöhen nicht der gängigen Norm entsprechen und eine eventuelle Gefahrenquelle bergen können.


Personen: 10 (plus ein Kind bis zwei Jahre)

Zimmer: 1 Dreierzimmer, 3 Doppelzimmer, 1 Einzelzimmer, Babybett und -stuhl auf Anfrage

Saison: Ganzes Jahr

Kurzferien: Nebensaison (mind. 3 Nächte)

Höhe: 1880 m ü. M.

Haustiere: auf Anfrage erlaubt


ÖV: Mit dem Zug bis Versam-Safien, dort umsteigen auf das Postauto bis Haltestelle Thalkirch, Abzweigung Camana. Ab Postautohaltestelle den Wegweisern Camana und Museum folgen, ca.15–20 Minuten zu Fuss bis zum Nüw Hus. Das Haus befindet sich als zweites Haus oberhalb der Strasse gleich beim Eingang zur Siedlung Innercamana.

Parkplatz: Privater Parkplatz beim Haus, nicht gedeckt. Im Winter kann es bei viel Schneefall vorkommen, dass die Strassen nicht gut passierbar sind. Winterreifen und Schneeketten sind dann von Vorteil.

Aussenbereich: Grosser Sitzplatz neben dem Haus mit Tisch und Bänken

WLAN: Kein Anschluss


Heizung: Zentralheizung im ganzen Haus

Ofen / Cheminée: Grosser Specksteinofen in der Stube. Holz ist vorhanden.

Küche: Schraubkaffee mit Pulver, Geschirrspülmaschine vorhanden

Extras: Die Böden sind aus Holz und Stein, weshalb wir Ihnen gute Hausschuhe empfehlen.

Lage

Camanerstrasse 156, 7109 Safien

Lage

Das Safiental, ein rechtes Seitental des Vorderrheintals, liegt abseits der Hauptverkehrsströme, weshalb es vom Massentourismus verschont geblieben ist. Die traditionellen, im Tal verstreuten Walsersiedlungen inmitten von Wiesen und Weiden sind oft noch in ihrer ursprünglichen Form anzutreffen. Die Region eignet sich zum Wandern und Fahrradfahren im Sommer und für Ski- und Schneeschuhtouren im Winter.

Die Siedlung Innercamana mit knapp einem Dutzend Häuser und Ställen liegt auf 1800 M.ü.M. Sie befindet sich rund 200 Höhenmeter über der Hauptstrasse auf halber Distanz zwischen Safien-Platz und Thalkirch. Dank der Lage inmitten von sanft geneigten Wiesen hoch oben am Hang hat man einen prächtigen Blick auf die Bergwelt.

Geschichte

Das Gebiet von der Grossalp zuhinterst im Safiental bis nach Valendas wurde ursprünglich von Romanen bewirtschaftet. Sowohl die durch die Geologie erzwungene Abgeschiedenheit wie auch die Kolonisation um 1300 durch die Walser mit ihrer eigenen Bewirtschaftungsart und Raumnutzung haben zu der noch heute vorherrschenden Streusiedlungsform geführt. Ab dem 15. Jahrhundert wurde in der ganzen Region Walserdeutsch gesprochen. Seit dem 17. Jahrhundert ist das Gebiet von Abwanderung betroffen.

Ausflüge

Die spektakuläre Rheinschlucht mit ihren zerklüfteten Wänden kann man bei einem Ausflug zu Fuss oder aber auch mit Kanu- oder Raftingfahrten erkunden. In der Gemeinde Safiental ist eine intakte Kulturlandschaft und eine lebendige Walserkultur hautnah erlebbar. Bei Wanderungen im Sommer, auf dem weitverzweigten Wegnetz, können abgelegene Plätze und wunderbare Aussichten genossen werden. Im Winter kann die Natur auf Skiern, mit Schneeschuhen oder zu Fuss, in absoluter Abgeschiedenheit, erkundet werden. Wir empfehlen eine Dorfführung in Valendas, bei der Sie einen Einblick in die historische Dorfwelt und Baukultur erhalten.