Neubühl

, Zürich ZH

Die Wohnzelle aus der Ursprungszeit des Siedlungsbaus wurde im Jahr 1932 fertiggestellt. Heute zählt die Siedlung zu den wichtigsten Beiträgen des Neuen Bauens in der Schweiz und ist von internationaler Bedeutung.

Verfügbarkeit

Die Wohnung wird von der Schweizer Werkbund Ortsgruppe Zürich vermietet. Neubühl buchen unter www.swb-gästewohnung-neubühl.ch.
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beschreibung & geschichte

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  1. Das Neubühl nach der Fertigstellung der Siedlung
  2. Dies Siedlung Neubühl in Wollishofen im Jahr 1932

Mit dem Slogan «Wohnen wie in den Ferien» wurde die Werkbundsiedlung Neubühl im Prospekt zur Erstvermietung 1932 präsentiert. Heute zählt die Siedlung zu den wichtigsten Beiträgen des Neuen Bauens in der Schweiz und ist von internationaler Bedeutung. Die heutige Partnerschaft des Schweizerischen Werkbundes SWB Ortsgruppe Zürich mit der Stiftung Ferien im Baudenkmal eröffnet neue Gelegenheiten für Feriengäste. Die Gästewohnung vermittelt dank einer sanften Restaurierung und einer sorgfältig ausgewählten Möblierung das Wohngefühl aus der Zeit der Wohnzelle.

Die Siedlung wurde ab Sommer 1930 in drei Etappen erbaut und konnte im Frühjahr 1932 fertiggestellt werden. Zu den jungen Avantgarde-Architekten der Neubühl-Gruppe zählten Max Ernst Häfeli, Werner Moser, Rudolf Steiger, Paul Ataria, Carlo Hubacher, Emil Roth, Hans Schmidt und Gustav Ammann (Landschaftsarchitekt). Viele von ihnen engagierten sich bereits bei der Werkbundausstellung in Stuttgart und beim 1928 erstmals durchgeführten CIAM (Congrès International d’Architecture Moderne).

Die Werkbundsiedlung Neubühl wurde 1985/86 umfassend saniert. Dabei wurden verschiedene Wohnungen zu Dreizimmerwohnungen umgestaltet. 1986 wurde Neubühl in das kantonale Inventar schützenswerter Bauten aufgenommen. Die ursprüngliche landschaftliche Qualität der Siedlung ist heute wegen der Überbauung der Umgebung leider kaum mehr sichtbar. Zu früheren Zeiten gewährten fast alle Wohnräume uneingeschränkten Blick auf den See. Trotzdem lässt sich dieses einzigartige Wohngefühl nachempfinden: der Mix aus Stadt, aber doch im Grünen, mit Luft, Licht und Sonne.

Die Gästewohnung Neubühl wird durch den Schweizerischen Werkbund SWB Ortsgruppe Zürich in Zusammenarbeit mit der Stiftung Ferien im Baudenkmal vermietet.

baukulturelle besonderheiten

Die moderne Architektur der Zwischenkriegszeit strebte nicht nur formale und stilistische Neuerungen an, sondern stellte auch die Frage nach dem «befreiten Wohnen» ins Zentrum. Wie in Prag, Wien, Brünn, Karlsruhe, Breslau und Stuttgart entwickelte man auch in Zürich im Kollektiv eine modelhafte Siedlung. Den führenden Architekten ist es gelungen, trotz Gemeinschaftswerk, ein homogenes Ganzes zu schaffen, ohne jedoch das jeweils Einzigartige jedes Architekten zu vernachlässigen.

Entstanden ist ein abwechslungsreiches, in die Landschaft eingebettetes Wohnangebot: 195 Wohnungen in zehn verschiedenen Grundrisstypen. Jede Wohnzelle verfügt über einen Gartensitzplatz, einen Balkon oder eine Dachterrasse.

Im Gegensatz zu anderen Wohnzellen des Neubühls wurden der Grundriss der Gästewohnung, die Einbauschränke, die Schiebefenster, die Absturzsicherung des Balkons, die Küchenleuchte sowie die Hausklingel bis heute nicht verändert oder ersetzt. Damit zeugt die Gästewohnung heute noch von der Zeit vor über 80 Jahren.

informationen zur ferienwohnung

Die Gästewohnung wurde anfangs 2015 etwas aufgefrischt: ein neuer Linoleumboden wurde im Eingangs- und Wohnbereich verlegt und die Wandbeläge wurden ersetzt. Bei den Malarbeiten hat man sich an das originale Farbkonzept gehalten. Die SWB-Ortsgruppe hat sich auch bei der Möblierung auf historische Dokumentationen abgestützt, um dem damals neuen Lebensstil und Wohngefühl gerecht zu werden und dies heute noch spürbar zu machen.

Die Bad- und die Kücheninstallationen stammen grösstenteils von der umfassenden Sanierung der Siedlung in den Jahren 1985/86. Als Zeitzeugen wurden sie, mit Ausnahme eines Kühlschranks, des Geschirrspülers und der Wasserhahnarmatur, so belassen.

Horgenglarus, die EMBRU Werke AG sowie die schon beim Siedlungsbau tätige wohnbedarf AG haben Möbel zur Verfügung gestellt, welche in einem direkten Zusammenhang mit dem Neubühl und der Schweizer Designgeschichte stehen. Die Wohnung umfasst ein Badezimmer mit Badewanne, eine Küche mit Kochherd, einen privaten Balkon und ein Wohn-Schlafzimmer mit zwei Einzelbetten.

Personen: 2

Zimmer: 1 Wohn- Schlafzimmer mit zwei Einzelbetten

Saison: Ganzjährig

Kurzferien: Ganzjährig

Höhe: 425 m ü. M.

Haustiere: Auf Anfrage erlaubt

ÖV: Die Siedlung Neubühl ist ausgezeichnet mit öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossen. Vom Hauptbahnhof Zürich ist die Gästewohnung in nur 30 Minuten erreichbar (Tram 7 Richtung Wollishofen bis Haltestelle «Morgental», umsteigen auf Bus 66 bis Endstation «Neubühl»). Die Bushaltestelle befindet sich direkt vor dem Haus.

Parkplatz: Es ist ein privater Parkplatz direkt beim Haus vorhanden.

Aussenbereich: Das Haus verfügt über keinen Gartenzugang, hat aber einen der Erbauungszeit entsprechenden Balkon.

WLAN: Ist vorhanden

Heizung: Zentralheizung

Ofen / Cheminée: Keine

Extras: Die zur Wohnung gehörenden Fahrräder sowie der gemeinschaftlich genutzte Laubengang stehen den Gästen zur Verfügung. Bei einem längeren Ferienaufenthalt wird die Gästewohnung einmal wöchentlich gereinigt. Im Haus herrscht absolutes Rauchverbot.

lage

Nidelbadstrasse 79, 8038 Zürich

Lage

Zürich ist die grösste Stadt der Schweiz und durch ihre kulturelle und landschaftliche Vielfalt geniesst sie internationale Ausstrahlung. Die Stadt liegt im östlichen Schweizer Mittelland, an der Limmat, am Ausguss des Zürichsees. Die Werkbundsiedlung Neubühl befindet sich an der südlichen Stadtgrenze auf einer Hügelkuppen in Wollishofen, zwischen dem Uetliberg und dem Zürichsee. Die Häuserzellen der Siedlung wurden dem Höhenrücken angepasst und damit in die Landschaft eingebettet.

Durch die ideale Situierung und Ausrichtung der aufgelockerten Zellenbebauung profitiert auch die Gästewohnung, welche sich im Laubenganghaus eingangs der Siedlung befindet (Nidelbadstrasse 79), von einer optimalen Besonnung. Der zweiseitig offene Grundriss ermöglicht eine perfekte West-Ost-Belichtung; ganz nach dem Motto «Licht, Luft und Sonne».

Geschichte

Zu Zeiten der Römer als Turicum bekannt, war Zürich schon im Mittelalter eine der grössten Schweizer Städte. 1351 trat Zürich der Eidgenossenschaft bei, was die Stadt vor der Eroberung lokaler Adelsgeschlechter, wie der Habsburger, schützte. Bekanntheit erlangte die Stadt durch die Reformation Urlich Zwinglis. Als bedeutende Handelsstadt nahm Zürich schon immer eine wichtige Position ein. Seit dem 19. Jahrhundert ist Zürich das Wirtschafts- und Finanzzentrum der Schweiz.

Ausflüge

Der Zürichsee gehört wohl zu einem der bekanntesten Seen der Schweiz. Er eignet sich zum Baden, zum Segeln und für andere Wassersportarten. Daneben hat aber auch die Region einiges zu bieten: Zürich, als grösste Stadt der Schweiz, Wandertouren im Zürcher Oberland und dank zentraler Lage auch Ausflüge ins nahegelegene Rapperswil, in die Innnerschweiz und die Ostschweiz. Das kulturelle Angebot ist sehr vielfältig und reicht von Musik über Theater und Kunst bis zu urbanen Festivals. Wir empfehlen einen Besuchen des Heimatschutzzentrums in der historischen Villa Patumbah, auf der gegenüberliegenden Seeseite im Seefeld Quartier.