Huberhaus

, Bellwald VS

Das Huberhaus ist ein traditioneller alpiner Strickbau aus dem 16. Jahrhundert. Die alten Balken, der Specksteinofen in der Stube und die knarrenden Böden vermitteln trotz neuer Küche und neuem Bad den ursprünglichen Charme des alten Holzhauses.

Verfügbarkeit

Ab (pro Woche)
807.-
4 Personen
2 Schlafzimmer
erlaubt
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BEschreibung & Geschichte

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  1. Das Huberhaus vor der Restaurierung im Jahr 2006
  2. Das Huberhaus während den Restaurierungsarbeit im Jahr 2007

Das Huberhaus in Bellwald, im Oberwallis, ist ein typischer alpiner Blockbau. Es befindet sich im Weiler Eggen, etwas abseits des Dorfes, an schöner Aussichtslage. Das Erstellungsjahr des historischen Wohnhauses ist unbekannt. Es wird aber vermutet, dass die ältesten Teile ins 16. Jahrhundert zurückgehen. Die alten Holzbalken, die niederen Decken, eine steile Holztreppe und der Specksteinofen erinnern heute noch an das oft beschwerliche Leben der Bergbauern.

1723 wurde das Haus umgebaut und restauriert. Der letzte Bewohner, der bis 1891 darin lebte, war Herr Klemenz Huber. Auf ihn geht der Name Huberhaus zurück. Von den späteren Besitzern wurde das Haus nur noch als Abstellort für verschiedene Gerätschaften und als Schreinerwerkstatt genutzt. Ab 1930 stand das Haus leer und verfiel zunehmend, bis es die Stiftung Ferien im Baudenkmal im Jahr 2006 übernehmen konnte. Nach einer zweijährigen Renovationsphase, bei der man die Erhaltung der historischen Bausubstanz priorisierte, fand im März 2008 die Hauseinweihung statt.

Ein weiteres Kapitel wurde im Januar 2018 geschrieben, als es im Aussenbereich des Huberhauses zu einem Brand kam und infolgedessen auch der neuere Anbau des Baudenkmals Feuer fing. Ein genauer Brandhergang konnte wegen der grossen Schneemassen und der Einflüsse des Löschwassers nicht ermittelt werden. Glück im Unglück aber war, dass das Haus zum Zeitpunkt des Brandes leer stand und keine Personen verletzt wurden. Nach einer Bestandesaufnahme durch Experten wurde entschieden, dass das Baudenkmal wieder instand gestellt werden kann, da der historische Kernbau unversehrt blieb. Der Wiederaufbau nahm fast ein Jahr in Anspruch.

Das Huberhaus ist im Besitz der Stiftung Ferien im Baudenkmal.

Baukulturelle Besonderheiten

Das Huberhaus ist ein traditioneller alpiner Holzbau. Im steinernen Sockel befindet sich der Keller und darüber liegt der Strickbau aus Holz. Der Eingang führt direkt in die Küche im hinteren, teilweise gemauerten Teil des Hauses. Im vorderen Teil gegen Süden befinden sich die Stube und darüber die Schlafkammer. Auf der Nordseite besteht ein neuerer Anbau. Das Dach ist mit Schindeln gedeckt.

Die Renovation des Huberhauses wurde äusserst zurückhaltend vorgenommen. Wo immer möglich wurde die vorhandene Bausubstanz bewahrt und saniert. Beispielsweise beträgt die Raumhöhe in der Stube immer noch 1.88 Meter. Ebenso zieren nach wie vor die alten Vorfenster die Südfassade, allerdings ergänzt mit dahinter liegenden, neuen Fenstern mit Isolierverglasung. Auch der Boden in der Stube wurde so belassen, wie er war.

Der nördliche Teil des Huberhauses aus 18. Jahrhundert wurde wegen seines schlechten Zustandes entfernt, und innerhalb der gleichen Struktur ein neuer Anbau aus Holz erstellt. In diesem befindet sich heute im Erdgeschoss ein neues Badezimmer und darüber ein zweites Schlafzimmer. Für die Renovationsarbeiten war der Walliser Architekt Bernhard Stucky verantwortlich.

Informationen zum Ferienhaus

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  1. Grundriss Erdgeschoss
  2. Grundriss Obergeschoss

Das Huberhaus bietet in zwei Schlafzimmern Platz für vier Personen. Die Küche ist vollständig ausgerüstet, inkl. Backofen und Geschirrspülmaschine.

Die Inneneinrichtung, welche von der Innenarchitektin Jasmin Grego aus Zürich umgesetzt wurde, besteht aus zeitgenössischen Möbeln von Schweizer Designern und Produzenten.

Das Huberhaus ist ein historisches Haus, ein Baudenkmal. Da die alte Raumstruktur weitgehend belassen wurde, ist das Haus nicht hindernisfrei. Obwohl im Übrigen technisch zeitgemäss ausgestattet, möchten wir Sie darauf hinweisen, dass insbesondere die seit Jahrhunderten ausgetretenen Holzböden und die hohen Türschwellen eine gewisse Gefahrenquelle bergen.

Personen: 4 (plus ein Kind bis 2 Jahre)

Zimmer: 1 Doppelzimmer, 1 Zimmer mit zwei Einzelbetten, Babybett und -stuhl auf Anfrage

Saison: Ganzjährig

Kurzferien: Nebensaison, Ostern, Pfingsten und Auffahrt (mind. 3 Nächte)

Höhe: 1560 m ü. M.

Haustiere: Auf Anfrage erlaubt

ÖV: Mit der Seilbahn von Fürgangen-Bellwald Talstation nach Bellwald. Für das Gepäck kann ein Transport organisiert werden. Der Weiler Eggen liegt etwa 25 Minuten Fussmarsch von Bellwald entfernt.

Parkplatz: Der öffentliche Parkplatz ist etwa 20 m vom Haus entfernt (unterhalb des Weilers neben der Strasse). Die Parkplätze sind gratis und nicht gedeckt. Die Zufahrt direkt vor das Haus ist nicht gewährleistet.

Aussenbereich: Neben dem Haus steht ein kleiner Gartensitzplatz mit Natursteinboden, einem Tisch und Stühlen zur Verfügung. Neben dem Eingang befindet sich eine kleine Sitzbank, auf welcher die wunderbare Abendstimmung genossen werden kann.

WLAN: Ist nicht vorhanden

Heizung: Geheizt wird, wie früher, mit dem Specksteinofen in der Stube (mit Holz). Im Bad gibt es eine zusätzliche Elektroheizung.

Ofen / Cheminée: historischer Specksteinofen in der Stube. Holz ist vorhanden.

Küche: Schraubkaffee mit Kaffeepulver, Geschirrspüler ist vorhanden. Fondue-Set ist vorhanden.

Extras: Wie früher üblich, sind die Räume zum Teil niedrig. Die Deckenhöhe in der Stube beträgt 1.88 m. Der Aufgang von der Küche zur Galerie besteht aus einer traditionellen, steilen Holztreppe. Die alten Böden sind so belassen worden, wie sie waren, und bestehen aus Holz und Stein. Sie sind zum Teil ausgetreten und etwas schief, weshalb wir gute Hausschuhe empfehlen. Im alten Zimmer wurden die Dach- und Bodenbalken belassen. Achtung: Kopf einziehen und Stolpergefahr!

Lage

Eggen / Postfach 703 3997, 3997 Bellwald

Lage

Bellwald liegt auf 1563 m ü. M. auf einer aussichtsreichen, sonnigen Kuppe zwischen dem Rhone- und dem Fieschertal im Oberwallis. Im Dorfkern bilden die dicht aneinandergereihten Holzbauten eindrückliche Plätze und Gassen. Das Huberhaus befindet sich im reizvollen Weiler Eggen, knapp zwei Kilometer vom Dorfkern entfernt Richtung Fieschertal mit wunderschönem Blick ins Rhonetal. Wenige Wohnhäuser, Spycher und Stadel gruppieren sich hier um eine kleine Kapelle aus dem 17. Jahrhundert.

Geschichte

Alemannen besiedelten das Gebiet um Bellwald im 8. und 9. Jahrhundert und liessen sich in Einzelhöfen nieder. Mit den wachsenden Sippen entwickelten sich die Einzelhöfe zu Weilern und Siedlungen. Der Name Bellwald entstand vermutlich durch eine Lautverschiebung aus «Fellwald», da bei der Besiedlung des Gebiets die bewaldeten Talhänge zwecks Landwirtschaft gerodet werden mussten. Angeblich soll es einmal die Pflicht jeder Familie gewesen sein, im Jahr sechs Bäume zu fällen. Urkundlich erwähnt wird Bellwald erstmals im 14. Jahrhundert, als sich der «Bellwalderberg» zu einer Bauernzunft zusammenschloss, um sich von der Feudalherrschaft loszulösen. Im 19. Jahrhundert zwangen die beschränkten Bodenressourcen einen Teil der Bevölkerung auszuwandern. Dies änderte sich erst mit der Inbetriebnahme der Seilbahn im Jahr 1956, wodurch Bellwald zu einer Tourismusdestination wurde.

Ausflüge

Bellwald ist eine ruhige Feriendestination, die für Sommer- und Winterferien attraktiv ist. Im Sommer können Wanderer mit der Sesselbahn nach Richenen und Steibechriz, von wo sich ihnen ein Wandergebiet mit Bergseen und Panorama auf die Walliser Bergwelt erschliesst. Im Winter zieht das Bellwalder Skigebiet vor allem Skifahrer und Snowboarder an. In der weiteren Umgebung locken verschiedene Sehenswürdigkeiten, zum Beispiel das UNESCO-Weltnaturerbe Aletsch, das Binntal oder das Goms mit seinen traditionellen Dörfern. Wir empfehlen die kostenlose Führung durch den historischen Dorfkern von Bellwald, mit anschliessendem Apéro für Gross und Klein. Diese Füh¬rung findet jeweils mittwochs von Juni bis Septem¬ber um 17.15 Uhr statt, Treffpunkt ist der Dorfplatz neben der Kirche.