Fischerhaus 1

, Romanshorn TG

Die ehemaligen Wohnhäuser der Fischer und Handwerker sind Zeugen der vorindustriellen Geschichte von Romanshorn.

Verfügbarkeit

Ab (pro Woche)
1012.-
4 Personen
2 Schlafzimmer
Öffentlicher Parkplatz
nicht erlaubt
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Beschreibung & Geschichte

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  1. Die Fischerhäuser vor der Restaurierung im Jahr 2010
  2. Schlafzimmerwand mit abgeblätterten Tapete vor der Restaurierung der Fischerhäuser 2010

Die Fischerhäuser, um 1670 erbaut, sind typische Handwerkerhäuser der Region und Zeugen der vorindustriellen Geschichte von Romanshorn. Ehemals standen sie direkt am Seeufer und dienten nachweislich Schiffsmännern, Spenglern, Schmalzsiedern und Schuhmachern als Unterkunft und zum Teil auch als Werkstatt. Zusammen mit der Nachbarliegenschaft sind sie die letzten Beispiele von Wohnbauten der Fischer und Handwerker aus jener Zeit.

Verschiedene Details wie die Balkenständerkonstruktion der Wände, Reste alter Tapeten, die verwinkelten Zimmereingänge und die unterschiedlichen Bodenniveaus der Bretterböden lassen etwas vom einfachen Leben im 17. und 18. Jahrhundert erahnen. Seit 1998 bestanden verschiedene Umbauprojekte, die den Abbruch der Fischerhäuser vorsahen, bis im Januar 2009, nach längeren Verhandlungen und einem Rekurs, die Denkmal Stiftung Thurgau sie erwerben und 2010/2011 renovieren konnte.

Die Denkmal Stiftung Thurgau fördert den Erhalt und die Pflege historischer Bauten im Kanton Thurgau. Sie erhält und restauriert wichtige historische Bauten insbesondere dort, wo die Möglichkeiten von öffentlichen und privaten Institutionen nicht ausreichen.

Das Haus ist im Besitz der Denkmal Stiftung Thurgau und wird durch die Stiftung Ferien im Baudenkmal vermietet.

Baukulturelle Besonderheiten

Die Fischerhäuser gehören zu den wenigen noch erhaltenen authentischen Zeugen aus der vorindustriellen Zeit von Romanshorn. Das Doppelwohnhaus mit einem grösseren seeseitigen und einem kleineren landseitigen Hausteil wurde in den frühen 1670er-Jahren errichtet und besteht aus einem holzigen Kernbau in Bohlenständerbauweise. Im Lauf der Zeit wurde das Haus an beiden Giebelseiten mit Anbauten erweitert und mehrfach umgebaut. Besonders in den letzten 150 Jahren waren an den Häusern einige Veränderungen vorgenommen worden, welche die Bausubstanz beeinträchtigten.

Bei der Restaurierung 2010 galt es deshalb, den erhaltenswerten Baubestand zu sichern und zu renovieren sowie störende Veränderungen zu entfernen. Die notwendigen Reparaturen an der Konstruktion und Innenausstattung erfolgten in traditionellen Handwerkstechniken. Wo nötig wurde die Bausubstanz mit Baumaterialien aus den Beständen des Bauteillagers sowie aus verschiedenen Abbruchprojekten der Region ergänzt. Grössere Veränderungen betrafen den Rückbau der rückseitigen Anbauten und die Wiederherstellung der Laube.

Auch an der landseitigen Giebelseite wurde mit dem Abbruch des Garagenanbaus und der Wiederherstellung der ursprünglichen Dachform eine grössere Veränderung vorgenommen. Die Farbgebung orientiert sich an der Baugeschichte der Liegenschaft. Im Kernbau aus Holz ist das Täfer der Wohnräume teilweise in grün gestrichen. In den gemauerten, im 19. Jahrhundert angebauten Teilen sind die Wände in einem weissen Farbton gehalten. Im wiederhergestellten, ursprünglichen Scheunenteil besteht der Innenausbau aus Holz.

INFORMATIONen zur Ferienwohnung

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  1. Grundriss

Das Fischerhaus beherbergt zwei Ferienwohnungen, das Fischerhaus 1 (im Erdgeschoss)für vier Personen und das Fischerhaus 2 (im ersten Geschoss) für sechs Personen. Die Wohnungen können auch gemeinsam gemietet werden. Das Fischerhaus 3 wird als B&B geführt.

Das Fischerhaus 1 wurde zurückhaltend eingerichtet mit historischem Mobiliar, das teilweise aus anderen Häusern der Region stammt. Neue Betten, Lampen und einige andere moderne Möbelstücke ergänzen die Einrichtung.

Die Küche und das Bad wurden vollständig neu eingebaut. In der Stube steht ein Holzofen zur Verfügung, falls es einmal kalt sein sollte. Im Bad gibt es zusätzlich eine elektrische Heizung.

Personen: 4 (plus ein Kind bis 2 Jahre)

Zimmer: 2 Doppelzimmer, Babybett und -stuhl auf Anfrage

Saison: April bis Oktober

Kurzferien: Nebensaison, Ostern, Pfingsten und Auffahrt (mind. 3 Nächte)

Höhe: 400 m ü. M.

Haustiere: Nicht erlaubt

ÖV: Die Fischerhäuser befinden sich unmittelbar beim Bahnhof Romanshorn (Fussweg 1 Minute)

Parkplatz: Es ist kein Parkplatz direkt beim Haus vorhanden. Eine Minute vom Haus entfernt gibt es gebührenpflichtige SBB-Parkplätze. Die Zufahrt zum Haus ist gewährleistet.

Aussenbereich: Der Kiesplatz (Gartentische und Stühle sind vorhanden) steht den Feriengästen zur Verfügung und wird mit den Gästen des Fischerhaus 2 und dem B&B geteilt.

WLAN: Ist vorhanden

Heizung: Nur die Stube kann mit einem Ofen beheizt werden. Zusätzlich steht ein Elektroofen zur Verfügung.

Ofen / Cheminée: Kanonenofen in der Stube. Holz ist vorhanden.

Küche: Moka (Schraubkaffee) vorhanden, keine Geschirrspülmaschine

Extras: Die Böden der Fischerhäuser bestehen aus Holz und Stein, weshalb wir gute Hausschuhe empfehlen. Um die historische Bausubstanz zu bewahren, konnte kein Schallschutz eingebaut werden.

Das Fischerhaus 3 wird als B&B geführt und bietet Platz für 10 Personen (auch eine Übernachtung möglich). Das B&B führt ein kleines Café/Restaurant. Die Öffnungszeiten entnehmen Sie der Website www.fischerhaeuser.ch

Lage

Rislenstrasse 4, 8590 Romanshorn

Lage

Der Bodensee ist der drittgrösste See Mitteleuropas. Seine südliche Seite besteht aus einer reizvollen Landschaft mit grünen Hügeln, Obstbäumen und Dörfern. Die Gegend ist ideal zum Wandern, Velofahren und für Wassersport, bietet aber auch vielfältige kulturelle Möglichkeiten und Wellnessangebote. Die Fischerhäuser befinden sich direkt beim Bahnhof und Hafen von Romanshorn.

Geschichte

Die ältesten Spuren von Romanshorn gehen auf das Jahr 776 zurück. Das Gebiet war über Jahrhunderte ein wichtiger Aussenposten des Klosters St. Gallen. Dem Dörfchen Romanshorn, mit seinen niedrigen Fischerhütten, wurde jedoch bis ins 19. Jahrhundert keine grosse Bedeutung zugemessen. Das änderte sich mit dem Bau der Eisenbahn ab dem Jahr 1855, als Romanshorn zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt wurde und allmählich zu einer Stadt heranwuchs.

Ausflüge

Am südlichen Ufer des Bodensees breitet sich auf sanften Hügeln die Landschaft des Thurgaus aus, das sich gut zu Fuss oder mit dem Fahrrad erkunden lässt. (Gleich beim Bahnhof Romanshorn können Velos und E-Bikes von der SBB gemietet werden.) Der Bodensee eignet sich als Sport- und Naherholungsgebiet sowie für Ausflüge mit dem Schiff, beispielsweise zu den sehenswerten Altstädten von Arbon und Rorschach. Die Apfelbäume prägen zu allen Jahreszeiten das Landschaftsbild. Am Strassenrand und in Hofläden verkaufen die Bauern auch Saft, Apfelringe und viele andere Leckereien aus eigener Produktion. Wir empfehlen eine Hafenrundfahrt in Romanshorn, bei der man in die spannende Geschichte der Stadt eintauchen kann.