Château de Réchy

, Réchy VS

Das im 16. Jahrhundert erbaute Wohnhaus mit regionaltypischen Fassadendekorationen steht mitten im Bergdorf Réchy. Eine Besonderheit des Hauses ist die steinerne Wendeltreppe, die vom Untergeschoss bis zum Dach hinaufführt.

Verfügbarkeit

Ab (pro Woche)
850.-
6 Personen
2 Schlafzimmer
Öffentlicher Parkplatz
erlaubt
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Beschreibung & Geschichte

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  1. Das Château de Réchy vor der Instandstellung im Jahr 2001
  2. Ein eingraviertes Graffito wurde unverändert erhalten, um an die Zeiten zu erinnern, als das Château praktisch dem Verfall überlassen war und Unbekannte darin hausten.

Das Château de Réchy ist ein herrschaftlicher Wohnsitz aus dem 16. Jahrhundert. Der östliche Gebäudeteil geht im Wesentlichen auf das frühe 16. Jahrhundert zurück, während das obere Viertel im Nordwesten aus dem Jahr 1831 stammt, wie die Inschrift auf der Fassade belegt. Das Gebäude wurde früher «Château des Comtes d’Anniviers» genannt. Es ist demnach möglich, dass es einer der zahlreichen Familien gehörte, die sich nach den Herren von Raron die Feudalrechte über das Val d’Anniviers teilten. Allerdings trug nie ein Bewohner den Titel eines Grafen.

Die wahrscheinlichste Hypothese lautet, dass das Gebäude aufgrund seiner imposanten Grösse und des herrschaftlichen Anwesens so genannt wurde. Mündlichen Überlieferung zufolge diente das Gebäude örtlichen Herrenfamilien, die den Bischof in Sitten besuchten, als Unterkunft. Die lange Geschichte des Baudenkmals lässt viele Spekulationen offen. Dabei ist kaum vorzustellen, dass dieses prächtige Gebäude nur knapp überlebt hat. Bereits 1986 hatte die Gemeinde Chalais nämlich den Abbruch des Hauses verlangt, das sich damals in einem sehr desolaten Zustand befand.

Es folgte ein erbitterter Kampf, der bis zum Frühling 2001 andauerte, als das Château de Réchy endgültig auf die Liste der Gebäude gesetzt wurde, die auf Anweisung der Gemeinde Chalais abgebrochen werden sollten. Dank der Hartnäckigkeit einiger Personen, die im Oktober 2001 die Association des Amis du Château de Réchy gründeten, konnte das Gebäude aber gerettet werden. Der Verein kaufte es für einen symbolischen Franken und renovierte das Baudenkmal mit grösster Sorgfalt, in enger Koordination mit der Denkmalpflege des Kanton Wallis über neun Jahre hinweg, bis es am 10. November 2010 in neuer Pracht eingeweiht werden konnte.

Das Château de Réchy gehört der Association des Amis du Château de Réchy und wird über die Stiftung Ferien im Baudenkmal vermietet.

Baukulturelle besonderheiten

Die ersten Fundamente des Châteaus de Réchy stammen aus dem 16. Jahrhundert. Verschiedene Details lassen aber vermuten, dass es sich anfänglich wohl um zwei benachbarte Häuser handelte, die bereits deutlich vor dem 16. Jahrhundert bestanden haben. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurde das Château de Réchy zu einem grossen Teil neu erbaut. So stammt beispielsweise das Türmchen im Süden mit seiner Wendeltreppe mit Absätzen aus dieser Zeit. Bei Bauarbeiten, die sich aufgrund der Fensterform auf das Ende des 17. oder die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts datieren lassen, wurde das erste Geschoss etwas verändert. Das obere nordwestliche Viertel wurde im 19. Jahrhundert hinzugefügt.

Die verputzte Fassade mit aufgemalten Rechtecken, die an Steinblöcke erinnern, und einem oberen Teil aus dunklem Holz, der mit Inschriften verziert ist, verleiht dem Château de Réchy diesen ganz besonderen Charakter, den man bei alten Gebäuden im Mittelwallis oft antrifft. Die Küche im Untergeschoss befindet sich im für das Wallis typischen Carnotzet: dem Kellergewölbe oder den Kellerräumen, in denen früher Wein gelagert und oft auch degustiert wurde und die ein traditioneller Treffpunkt waren, bevor es in den Häusern Wohnzimmer gab. Diese oft rustikalen Räume trifft man in vielen Walliser Häusern auch heute noch an.

Die Wendeltreppe, die vom Untergeschoss bis zum Dach hinaufführt, ist gewissermassen die Wirbelsäule des Hauses. Ihre Stufen aus Originalstein sind unterschiedlich hoch: Je höher man hinaufsteigt, desto niedriger werden sie. Beinahe alle Zimmer im Haus befinden sich auf unterschiedlichen Halbgeschossen und sind über diese eine Wendeltreppe zugänglich.

Informationen zum ferienhaus

Das Château de Réchy bietet grosszügig Platz für sechs Personen und wurde mit modernen Küchen- und Sanitäreinrichtungen ausgestattet. Es verfügt über ein geräumiges Schlafzimmer, zwei kleinere Zimmer, die durch einen Vorhang getrennt sind, sowie ein helles Wohnzimmer.

Die Wendeltreppe bietet Zugang zur Küche, zum Wohnzimmer, zum Badezimmer und zu den Schlafzimmern, die auf separaten Halbgeschossen untergebracht sind.

Das Château de Réchy ist ein historisches Haus, ein Baudenkmal. Da die alte Raumstruktur weitgehend belassen wurde, ist das Haus nicht hindernisfrei. Obwohl im Übrigen technisch zeitgemäss ausgestattet, möchten wir Sie darauf hinweisen, dass insbesondere die seit Jahrhunderten ausgetretenen Holzböden und die hohen Türschwellen eine gewisse Gefahrenquelle bergen.

Personen: 4 bis 6 (plus ein Kind bis 2 Jahre)

Zimmer: 1 Doppelzimmer inkl. Bettsofa für zwei weitere Personen, 2 Einzelzimmer (durch Vorhang abgetrennt), Babybett und -stuhl auf Anfrage

Saison: Ganzjährig

Kurzferien: Nebensaison, Ostern, Pfingsten und Auffahrt (mind. 3 Nächte)

Höhe: 557 m ü. M.

Haustiere: Auf Anfrage erlaubt

ÖV: Ab Lausanne mit dem Zug Richtung Brig bis Sierre, dann mit dem Bus 411 in Richtung Sion Bahnhof bis Réchy Centre (4. Haltestelle) oder mit dem Bus 441 Richtung Vercorin bis Réchy Village (10. Haltestelle). Die Bushaltestelle befindet sich 20 m vom Château de Réchy entfernt.

Parkplatz: Ein öffentlicher Parkplatz befindet sich neben dem Haus und ist kostenpflichtig. Die Zufahrt zum Château ist gewährleistet.

Aussenbereich: Das Haus verfügt über einen Südbalkon sowie über einen nach Süden ausgerichteten Aussenraum, welcher mit einem Tisch und Stühlen ausgestattet ist.

WLAN: Ist vorhanden

Heizung: Zentralheizung im ganzen Haus

Ofen / Cheminée: keine

Küche: Delonghi Kaffeevollautomat, Fondue- und Raclette-Set vorhanden

Extras: Die Küche wurde im ehemaligen Carnotzet (Weinkeller und Apéroraum) eingerichtet. Alle Zimmer befinden sich auf verschiedenen Halbgeschossen und sind über die Wendeltreppe erschlossen. Die Böden bestehen aus Holz und Stein, weshalb wir gute Hausschuhe empfehlen.

lage

Route du Tombec 6, 3966 Réchy

Lage

Réchy ist ein kleines Dorf, das zur Walliser Gemeinde Chalais gehört. Es liegt auf der linken Seite der Rhoneebene und ist von zahlreichen bekannten Wintersportorten umgeben, wie Vercorin, Val d’Anniviers, Val d’Hérens und Crans-Montana. Das Dorf befindet sich unmittelbar beim Eingang zum Val de Réchy, das heute ein Naturschutzgebiet ist. Dieses Seitental gehört seit 1998 zum Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung. Das wilde und abgelegene Tal, das vom Bergbach Le Rèche durchflossen wird, ist bekannt für seine Moorlandschaften und Bergseen.

Geschichte

Die Dörfer Chalais und Vercorin, die einst zwei getrennte Gemeinden bildeten, wurden durch einen im Jahr 1564 unterzeichneten Wiedervereinigungsakt administrativ zusammengeführt. Seitdem gehören diese beiden Orte – ebenso wie das Dorf Réchy – zur Gemeinde Chalais. Die Bewohner dieser Dörfer waren jeher Bergbauern, die in der Ebene Reben anbauten und in den Bergdörfern Landwirtschaft und Viehzucht betrieben. Ab Mitte des 20. Jahrhunderts öffnete sich das Gebiet dank den neu erstellen Verkehrswegen dem Handel und Tourismus.

Ausflüge

Das Val de Réchy südlich von Sierre ist ein ursprüngliches Tal. Der naturnahe Zustand, die natürlich verlaufenden Bäche sowie Bergseen und Flachmoore mit interessanten Pflanzen machen das Naturschutzgebiet zu einem lohnenden Ziel. Der Bergbach Rèche folgt seinem natürlichen Lauf und weil das Tal im oberen Teil durch keine Strasse erschlossen wird, bietet es ideale Voraussetzungen, um in Ruhe zu wandern und Tiere zu beobachten. Diverse Skigebiete wie Crans Montana, Vercorin, Saint Luc etc. liegen fast vor der Haustüre. Wir empfehlen an eine historische Dorfführungen zu machen. Insgesamt 15 Dörfer im Val d‘Anniviers bieten histori¬sche Rundgänge an, die auf eigene Faust er¬kundet werden können. Bei den Rundgängen tau¬chen Sie in die Geschichte der Anniviarden und ihrer Dörfer ein, vor allem durch ihr bauliches Erbe, das mit dem Leben der Einwohner verknüpft ist.