Casa Portico

, Moghegno TI

Das ortsbildprägende Laubenhaus steht mitten im Dorfkern von Moghegno, einem kleinen Dorf an der Maggia. Seit mehreren Dekaden unbewohnt, befindet es sich heute in einem äusserst unstabilen Zustand.

Projektstatus

342000
vonCHF
440000
finanziert
8
Unterstützer
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beschreibung & Geschichte

Die Casa Portico ist eines von mehreren vertikal aneinandergebauten Steinhäusern, die den Nucleo des Bergdorfes Moghegno bilden. Der öffentlich zugängliche Laubengang, der unter dem Haus durchführt, ist Teil der engen und verwinkelten Gassen, die charakteristisch für Tessiner Dörfer sind. Bis heute wurden im Haus keine modernen Sanitär-, Küchen- oder Heizungsinstallationen eingebaut. Weil das Baudenkmal zur Zeit der Übernahme durch die Stiftung Ferien im Baudenkmal, im Jahr 2017, in einem derart schlechten Zustand war das es einzustürzen drohte,

wurden im Auftrag der Stiftung Ferien im Baudenkmal und der kantonalen Denkmalpflege erste Sofortmassnahmen zur Stabilisierung des Hauses umgesetzt. Da die Häuser im Dorfkern sehr eng aneinandergebaut sind, hätte der Einsturz des Baudenkmals zur Folge gehabt, dass die angrenzenden Gebäude an Stabilität verloren hätten und wie ein Dominospiel eingefallen wären. Der Verfall des Hauses wurde durch die Sofortmassnahmen vorerst gestoppt. Zur langfristigen Sicherung des Baudenkmals müssen aber baldmöglichst weitere Arbeiten angegangen werden.

Geplant ist, das turmartige Haus in seiner Raumaufteilung zu belassen. Die Erschliessung soll nach wie vor über die charakteristischen steinernen Aussentreppen erfolgen. Die Renovation der Casa Portico wird äusserst zurückhaltend vorgenommen. Wo immer möglich wird die vorhandene Bausubstanz bewahrt und restauriert.

Baukulturelle besonderheiten

Dass die Häuser im südlichen Tessin mehrheitlich aus Stein erbaut sind, ist kein Zufall. Praktischerweise verwendete man früher den Baustoff, welcher am meisten verfügbar war. Ein weiterer Grund für den Steinbau ist der Feuerschutz. Da die turmartigen Tessiner Häuser eng aneinandergereiht sind, hätte ein Brand verheerende Folgen für das ganze Dorf.

Der Typische Aufbau eines Tessiner Steinhauses besteht aus einem Keller oder einem Stall im Baugrund. Darüber wurde der Hauptraum eingerichtet, meist eine Wohnküche. Über dieser befindet sich eine Schlafkammer und unter dem Dach ein Speicher. Die Räume sind aus Platzgründen durch steinerne Aussentreppen erschlossen.

Die Unübersichtlichkeit der häufig ineinander verschachtelten Häuser ist auf die häufig vorherrschende Dorfenge sowie auf die erbliche Gewohnheit der Teilung zurückzuführen. Mit der zunehmenden Grösse der Familien wurden die Wohnhäuser häufig an- oder umgebaut. So wuchsen mit der Zeit die Häuser verschiedener Eigentümer zusammen. Gassen wurden zu Tunnels oder Laubengängen, die unter den Häuserzeilen hindurchführen.

zeitplan & finanzierung

Termine

2017
Juli – Überschreibung des Baurechts
Oktober – Sofortmassnahmen zur Erhaltung des Baudenkmals, Bestandsaufnahme und -dokumentation

2018
September – Machbarkeitsstudie und Studienauftrag

2019
Februar – Planung und Eingabe
Mai – Beginn Renovation
September – Beginn Vermietung

Finanzierung

Eine erste grobe Kostenschätzung geht von rund CHF 440‘000 für die Restaurierung der Casa Portico aus. Die Finanzierung des Betriebs der Ferienwohnung wird über die Mieteinnahmen erfolgen, welche die Kosten für Unterhalt, Reparaturen, Administration, usw. decken.



Dank dem Modell Ferien im Baudenkmal können die historischen Häuser langfristig erhalten bleiben. Für die Restaurierung der Baudenkmäler sind wir auf Spenden und Beiträge angewiesen. Helfen Sie mit, die Baukultur des Tessins erlebbar zu machen.

Lage

Nucleo 36, Moghegno 6677 Maggia

Lage

Das kleine Bergdorf Moghegno mit knapp 400 Einwohnern liegt auf 319 m ü. M. an der rechten Flussseite der Maggia, ca. 15 km von Locarno entfernt. Das Dorfbild ist im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) als schützenswertes Ortsbild der Schweiz von nationaler Bedeutung eingestuft.

Geschichte

Urkundlich erwähnt wird Moghegno (damals Mogeno) erstmals im Jahr 1335, als die Region des heutigen Kantons Tessin noch unter mailändischer Herrschaft stand. Der Ortskern besteht heute aus im 17. und 18. Jahrhundert erbauten Steinhäusern, die heute noch Einblicke in das einfache und oft beschwerliche Leben der damaligen Bauern geben.



Besonders interessant sind die heute noch im Dorf erhaltenen Zeugnisse ländlicher Kultur, wie die Mühlen, das grosse Waschhaus oder die in die Felsen gehauenen Brunnen.

DANK

Wir danken allen, die uns dabei helfen, Baukultur für die kommenden Generationen zu erhalten und die Geschichten historischer Häuser erlebbar zu machen. Jeder noch so kleine Baustein hilft, ein Bauwerk zu erhalten:

– Schweizer Berghilfe
– Denkmalpflege des Kantons Tessin
– Fondazione Dr. Hans Dietler / Kottmann
– Schweizer Heimatschutz
– Ernst Göhner Stiftung
– Denkmalpflege des Kantons Tessin

Ebenfalls möchten wir uns herzlichst bei den Privatpersonen und Institutionen, die nicht genannt werden wollen, für ihre Unterstützung bedanken. Unser Dank gilt weiter der Eigentümerschaft, die uns die Casa Portico im Baurecht übergeben hat und uns tatkräftig unterstützt.

Baudenkmäler in Arbeit

CHF

100

CHF 50.- Ermässigung auf 1. Buchung

CHF

1000

20% Ermässigung auf 1. Buchung

CHF

2000

Ein Wochenende gratis

CHF _____

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