Cäsa Picenoni Cief

, Bondo GR

Die Cäsa Picenoni Cief zeugt bis ins kleinste Detail von der Wohnnutzung des Hauses während der letzten vierhundert Jahre. Ihr Ursprungsbau stammt aus dem 13. Jahrhundert.

Verfügbarkeit

Ab (pro Woche)
1678.-
9 Personen
5 Schlafzimmer
Öffentlicher Parkplatz
erlaubt
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Beschreibung & geschichte

Die Cäsa Picenoni Cief steht inmitten des pittoresken Bergeller Dorfkerns von Bondo. Das Haus blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück, in der das vermeintlich abgelegene Bündner Bergdorf an einer wichtigen römischen Handelsroute vom Süden in den Norden lag und dadurch einigen ansässigen Familien Reichtum bescherte. Die Geschichte des Wohnsitzes reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück.

Ein dreigeschossiger Wohnturm aus dieser Zeit und das gemauerte Treppenhaus aus dem 15. Jahrhundert mussten nach dem verheerenden Dorfbrand von 1621 neu aufgebaut werden. Das Baudenkmal widerspiegelt die Familiengeschichte eines Geschlechtes, das die Geschehnisse im Bergell seit bald 700 Jahren begleitet und teilweise auch gelenkt hat. Die Picenonis stellten unter anderem Söldner, Podestaten, Dichter, Lehrer und – wie viele Bündner Geschlechter – Zuckerbäcker.

Acht Generationen nutzten das geschichtsträchtige Haus als Wohnsitz. All ihre Geschichten prägten das Baudenkmal. 2015 entschied sich die Eigentümerschaft, ihren Besitz für Dritte zu öffnen und touristisch zu nutzen.

Die Cäse Picenoni Cief befindet sich in Privatbesitz und wird über die Stiftung Ferien im Baudenkmal vermietet.

Baukulturelle Besonderheiten

Auch wenn das stolze Gebäude gegen den Dorfplatz von Bondo heute eine relativ einheitliche Fassade zeigt, ist die Cäsa Picenoni Cief das Resultat eines jahrhundertelangen Wandels.

Die Ursprünge des Hauses gehen auf einen Wohnturm aus dem 13. Jahrhundert zurück, der nach dem verheerenden Dorfbrand von 1621 zusammen mit dem später angefügten Treppenhaus wiederaufgebaut wurde.

Nach der Übernahme des Hauses duch die Familie Picenoni erhielt der Bau in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts eine dritte Ergänzung.

Informationen zum Ferienhaus

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  1. Grundriss Parterre
  2. Grundriss Hochparterre
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  1. Grundriss erstes Obergeschoss
  2. Grundriss zweites Obergeschoss

Die Cäsa Picenoni Cief liegt direkt am malerischen Dorfplatz von Bondo, zwischen der mit Frührenaissance-Malereien geschmückten Kirche San Martino und dem prächtigen Palazzo Salis. Eine schmale Eingangshalle führt im Erdgeschoss am hohen Cheminéezimmer vorbei zu einer steinernen Treppe ins Hochparterre, wo sich die Küche und eine hübsche Täferstube befinden.

Im ersten Obergeschoss befinden sich drei Schlafkammern und das Badezimmer. Die Kammer im zweiten Obergeschoss wurde in zwei kleinere Schlafzimmer unterteilt.

Die Cäsa Picenoni Cief ist ein historisches Haus, ein Baudenkmal. Obwohl im Übrigen technisch zeitgemäss ausgestattet, möchten wir Sie darauf hinweisen, dass gewisse funktionelle Details wie Fenster- und Türöffner, Treppenhandläufe und Stufenhöhen nicht der gängigen Norm entsprechen und eine eventuelle Gefahrenquelle bergen können.

Personen: 9 (plus ein Kind bis 2 Jahre)

Zimmer: 4 Doppelzimmer, 1 Einzelzimmer, Babybett und -stuhl auf Anfrage

Saison: Ganzjährig

Kurzferien: Nebensaison, Ostern, Pfingsten und Auffahrt (mind. 3 Nächte)

Höhe: 823 m ü. M.

Haustiere: Auf Anfrage erlaubt

ÖV: Bus 4 Richtung Castasegna, Vecchia Dogana. An der Haltestelle Punt Spizarun steigen Sie aus und erreichen die Cäsa Picenoni Cief in fünf Minuten.

Parkplatz: Gebührenpflichtig öffentlicher Parkplatz etwa 100 Meter vom Haus entfernt. Die Zufahrt zum Haus ist nicht gewährleistet.

Aussenbereich: Das Haus liegt direkt am Dorfplatz von Bondo und hat keinen eigenen Garten. Rund um Bondo gibt es aber in nächster Nähe unzählige Möglichkeiten, die Natur zu erkunden.

WLAN: Nicht vorhanden

Heizung: Zentralheizung im ganzen Haus, zusätzlich gibt es einige portable Elektroöfen

Ofen / Cheminée: Jedes der drei Wohnzimmer verfügt über einen funktionsfähigen Ofen (der Kachelofen im Ess- und Wohnzimmer wird elektrisch betrieben). Im Jägerzimmer befindet sich ein grosses Cheminée. Holz ist vorhanden.

Küche: Schraubkaffee mit Pulver und Nespressomaschine, Geschirrspüler und Waschmaschine vorhanden, Fondue-Set vorhanden.

Extras: Die Böden bestehen aus Stein und Holz, weshalb wir gute Hausschuhe empfehlen.

Lage

Plaza d`Zura, 7696 Bregaglia

Lage

Das Bergell teilt die Bündner Alpen in einen südlichen bergeller und einen nördlichen rätischen Teil. Bondo liegt im unteren Teil des Bergells, nahe der italienischen Grenze. Schon von oben betrachtet verströmen die grauen Schieferdächer des Bergdorfes den Hauch vergangener Zeiten. Beim Spaziergang durch die engen, mit Steinen gepflasterten Gassen, vorbei an den dicht aneinanderstehenden Häusern und den Palazzi mit eleganten Gärten wird man von dem Bergell eigenen südländischen Charme ergriffen. Die Berge um Bondo verhindern von November bis Mitte Februar direkte Sonnenstrahlen im Dorf. Eine kurze Wanderung Richtung Soglio lässt diesen Umstand schnell vergessen.

Geschichte

Dorf Bondo – früherer Name Buond – wird im Jahr 1380 erstmals erwähnt. Im Hochmittelalter nannte man die Region «di là dell’acqua» (auf der anderen Seite des Wassers). Nebst Viehwirtschaft boten Ackerbau, Kastanienwirtschaft und Fuhrwesen der Bevölkerung einen Nebenerwerb. Ab dem 16. Jahrhundert wanderten viele Bewohner als Zuckerbäcker oder Söldner nach Italien und später auch nach Osteuropa aus. 1621 wurde Bondo während der Bündner Wirren von den Spaniern niedergebrannt und danach als strassenorientierte Haufensiedlung wieder aufgebaut. Bedeutendste Profanbauten sind der Palazzo Scartazzini von 1690 und der Palazzo Salis von 1765. Der Gemeinde Bregaglia, zu welcher Bondo seit 2010 gehört, wurde 2015 der Wakkerpreis verliehen.

Ausflüge

Das Alpental ist geprägt von steilen Felswänden, ursprünglichen Wäldern und kleinen Dörfern, die reich an Geschichte und Kunst sind. Die vielfältige Vegetation und die historischen Wanderwege (Schmuggler- und Säumerpfade) im Sommer und die nahe gelegenen Ski- und Langlaufgebiete in Maloja im Winter machen Bondo zu einem erlebnisreichen Ferienort. Viele Künstler stammen aus dem Bergell, wie z.B. Alberto Giacometti, oder liessen sich von der Region inspirieren, wie Varlin oder Segantini, deren Werke man in diversen Museen besichtigen kann.

Erleben